Ichthyologische* Selbstbetrachtung(27.05.2006)

 
Damit hat der Autor „Z.“ nur wenig Ähnlichkeit (Foto: Dorenbach.ch)

Ein echter Fisch hat keinen Arsch,
das gilt auch für den Zackenbarsch.
Ihn deshalb „Arsch“ zu nennen
Heißt ihn total verkennen.

Und weil er so ein Ding nicht hat,
kann er darauf nicht sitzen.
Doch dieser hier, das wett’ ich glatt,
kommt dabei noch ins Schwitzen.

Der hier ist anders, in der Tat,
weil er auch keine Kiemen hat,
denn die sind nicht zu brauchen
für seine Sucht: das Rauchen.

Und Flossen auf der Tastatur,
die brächten doch ein Chaos nur.
Stattdessen sind bei ihm die Dinger,
so ist’s, ganz schlicht und einfach Finger.

Weil er nun mal kein echter Fisch,
macht hier und jetzt er reinen Tisch:
Ich hab’ ’nen ganz normalen Arsch,
ich alter Pseudozackenbarsch.

Und hängt der auch zum Teil in Falten,
er unterstützt beim Textgestalten.
Beim schwitzend Sitzen – siehe oben –
ist seine Qualität zu loben.

Wer also mit dem Wort mich ruft,
wird nur als „Geizhals“ eingestuft,
denn der hält’s mit dem Motto:
Statt Ganzheit „pars pro toto“**

Drum reiß ich auch kein Bein mir aus,
kommt so ein Mensch mir mal ins Haus.
Für den bleibt meine Küche kalt,
des Gastes Geiz entsprechend, halt…

Ich kenne keine echten Fische,
wo’s warme Speisen gibt zu Tische.
Bei mir, da sind die Speisen heiß.
Nur, wer mich „Arsch“ ruft, ja, dem scheiß

ich etwas; sollt ihr wissen.
Der kann sich gleich verp…
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* fischkundliche
** lateinisch für „Teil fürs Ganze“ (Stilmittel)
Die meisten Zeilen sind Vierheber, einige haben nur drei Hebungen. 

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