Schüttelreim

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Der Schüttelreim ist eine Reimform, bei der die Anfangskonsonanten der letzten beiden betonten Silben miteinander vertauscht werden. Er stellt somit eine Sonderform des Doppelreims (die letzten beiden betonten Silben jeder Zeile reimen sich) dar.

Beispiel:

Der Fuchsenfang
Am Baum im grünen runden Hut
der Jäger mit den Hunden ruht.
Die Brill’ er auf der Nase hat,
und sieht, ob sich kein Hase naht.
Ein Ziel bald seine Büchse fand:
‘s fiel einer aus der Füchse Band’.
Wie kläffte da die Hundemeut’!
Lob schallt aus jedem Munde heut’.
An einem Baum ein Fähnchen hing:
Tot ist, der Hühnchen, Hähnchen fing!
Auch jubeln Spatz und Finke flugs:
Tot ist er jetzt, der flinke Fuchs!

Eine weitere Steigerung erfährt der Schüttelreim, wenn neben den Konsonanten auch noch die Vokale der letzten beiden Silben getauscht werden.

Beispiele:

Alpenfahrt
Ein Auto fuhr durch Gossensaß,
Und kam in eine Soßengass,
So dass die ganze Gassensoß
Sich über die Insaßen goss
Titel und Quelle unbekannt
Die Boxer aus der Meisterklasse
boxten sich zu Kleistermasse
und aus dem ganzen Massenkleister
erhebt sich stolz der Klassenmeister
Liebesreise
Auf der Liebesreise
sprach der Leibesriese:
"Reib es, Liese!" —
und sie rieb es leise.

aus: Wendelin Überzwerch (Herausg.) "Aus dem Ärmel geschüttelt", Deutscher Bücherbund, o.J.

Zwei der kürzesten deutschen Schüttelreime lauten:

Du bist Buddhist

und

Gerd aß Erdgas

Schüttelreime sind seit dem 13. Jahrhundert bekannt und waren damals noch eine ernstzunehmende Gedichtform. Seit dem 19. Jahrhundert werden Schüttelreime hauptsächlich für vergnügliche Zweizeiler, oft mit anzüglichem Inhalt verwendet.

Der Ringer schwingt die derbe Hüfte, dem Arsch entquellen herbe Düfte."

Es gibt jedoch auch ganze Bücher in Schüttelreimform, z.B. Versionen von Goethes Faust oder einen Opernführer.

Meine eigenen Schüttelreime (ab Mai 2005):

Schüttelreime (ab 15.05.2005)

 

 

Klasse Spiel!  (08.07.2006)

Schüttelreimgedicht

 

 Foto: ZDF


Als Kommentar zum Spiel um Platz 3 der Fußball-WM 2006

Hab’ nie geglaubt, der Basti würd’ auf Schweine steigen;
Sein Tordrang ließ die Porto-Fans wie Steine schweigen.
Und damit konnte er den Portugiesen zeigen,
Wie hoch sie hängen, die präzisen Geigen!

Ricardo* war nicht schlecht, doch glich er Zitterpappeln,
Sah er schon wieder hinter sich den „Pitter“ zappeln.
Ach nein, es heißt ja richtig „Teamgeist“ das Gerät,
Das – richtig angeschnitten – sich ganz rasend dreht.

Die Mannschaft war erfüllt von dieses Balles Geist.
War schön, zu sehen, wie der Portugal zerbeißt…
____________________________________________________

* der portugiesische Torwart; das Spiel endete 3 : 1 für Deutschland

 

Türklingelassoziation  (04.06.2006)

 

Wenn an der Tür sein Mädel schellt,

der Klang dem dümmsten Schädel meldt:

Gleich gibt es Grund, um froh zu sein.

Romantisch ist es, so zu frein.

 

Sie wäre sicher nicht nie gekommen…

 

– Hätt’ sie doch nur den Key genommen!

Ich brauchte jetzt nicht mehr hinunter,

wär’ wie ein Aktionär so munter,

der seinen Weg sieht mal geteert,

weil sich sein Kapital vermehrt.

 

 

Retrospektive  (03.06.2006)

 

„Warum gibt’s keinen schwarzen Wein?“ –

So fragt doch nur ein Warzenschwein.

Der Mensch ist da wohl sicher schlauer.

Nur manchmal, hm, da schlich er sauer,

durchs Schwarze wie ein Aal verwirrt,

weil er sich bei der Wahl geirrt.

 

Nachtwunsch  (03.06.2006)

 

 Was ich nicht sehen möchte (Foto: katermikesch.de)

 

Wenn ich nur grüne Männchen seh’

und auch noch wie ein Sennchen mäh’,

dann wär’ ich lieber Lattensäge,

die tief im Schlaf, ’nem satten, läge.

 

Bache* im Moor  (03.06.2006)

 

 Die „Heldin“ (Foto: natur-lexikon.com)

 

Manches ist im Moor ja faul,

wenn es schwappt so vor das Maul.

Doch für’n Schwein mit Schüttelrüssel**

ist es nur ’ne Rüttelschüssel.

 

Und es suhlt sich voll Erregung,

denn bei seiner Rollbefäh’gung

kann es sich ganz leicht verrenken,

bis es ihm dann reicht, sich lenken.

 

Manchmal schläft es drüber ein,

träumt was Schönes überdrein:

von dem Schnauz-an-Wange-Keiler,

der gewiss kein Langeweiler…

 

*              weibliches Wildschwein

**            das Wort verdanke ich Urbinia

 

Verhaltenskodex  (03.06.2006)

 

Üb immer Treu und Redlichkeit

und stets bereu’ die Tätlichkeit,

sobald du solche hast begangen.

Mit Schande ist manch Gast behangen,

der dabei viel zu träg’ gewesen.

Beizeiten dies erwäg’ am Tresen!


 

Gewisse Damen  (03.06.2006)

 

Wie ’n Fußtritt die Agamen* dellt,

wirkt bei „gewissen Damen“ Geld.

Kassieren nämlich die’s vorm Tun,

ist’s gleich, wenn du von Teas wirst duhn**.

 

Die sich gefällig schmücken,

tun’s, weil sie schmählich f…

Drum sollte man(n) beizeiten

den schärfsten Zahn vermeiden.

 

*  tropische Echsen der Alten Welt und Australiens

** norddeutsch für „erschöpft, betrunken“

 

Halbherziger Entschuldigungsversuch  (23.05.2006)

Ich wusste nicht, dass du Susanne heißt.
Ich glaubte, dass du wohl die Hanne seist.

So geht es mir leider andauernd bei Namen.
Ich könnte auch sagen: genauer – bei Damen.

Ich hoff’ nur, mein Irrtum fällt nicht aus dem Rahmen,
nur wieder ein „Unfallbericht“ aus dem Namen.

So oder so   (22.05.2006)

Manche haben gerne Feste,
andre lieber ferne Gäste:
Besser gleich galant vermeiden
als ein Fest charmant erleiden!

Solche sind dann gleich entzückt,
wenn ihr Abwehrzeichen glückt.

Zwangsvorstellung  (22.05.2006)

 

 

Aida, (Foto: Columbia Artists, New York)

 

Wenn Bush einmal anhört den Chor von „Aida“,
dann klingt er gewiss seinem Ohr wie al Qaida.
Dass bald seine Leut’ – hofft er sehr – die da fingen,
obwohl schlicht die Sänger nur Verdi da singen.

Aria chiara ovvero canzone corsara¹   (15.11.2005)

 

Meist sind die Klaren fein,
wenn die Gefahren klein,

dass der Promille Wert

sich ohne Willen mehrt

und bald den Wert erklettert,

wo’n „Aufgeklärter“ wettert.

Jetzt kipp’ ich reinen Ouzo

und bild’ mir ein, Caruso

hab’ nicht so klar gesungen,

wie ich Korsar geklungen.

Nur Bildungssatten „wrong“

ist mein Piratensong.

¹ italienisch; deutsch eigentlich: „Klare Luft...“,

aber hier: „Klare Arie oder Piratenlied“

 

Menüwunsch                      (11.11.2005)

Wíllst du mir wírklich gánz Opuléntes gében,

spíel einfach dóch mal íntelligéntes Lében!

Zum Metrum: Bei diesem Schüttelreimvers wechseln sich Tochäen (Faller) mit Daktylen (Doppelfallern) ab. Zur Betonungsvereinfachung sind die betonten Silben mit Akzenten versehen.

Ziegenweisheit                   (02.11.2005)

Die Ziege braucht den Leckstein.

Dann kommt sie übers Stecklein.

Doch aufgepasst, falls alle,

erweist sich das als Falle!

Nur, kann am Stein sie lecken,

schafft auch allein sie Stecken.

An Gedankensammler

Wo Ideen ganz gelassen nisten,

entstehen oft nur Massen Listen.

  

Meinen Lesern

Ich bin doch gar kein richt’ger Dichter;

Drum lasst mich aus, ihr Dichterrichter!

Ein Dichter bin ich schließlich nicht.

Mein Schrieb bleibt ungenießlich schlicht,

weil ich nicht aus dem Triebe schreibe,

nur handwerklich den Schrieb betreibe.

Und ist’s zu ungewohnt beim Lesen,

denkt, dass ich schlecht entlohnt gewesen,

mir meinen kleinen Scheiß an Gabe

doch mühsam aus dem Geist nur schabe.

  

Dichtung und Umfang

Ich lobe mir die schlanken Dichter,

sind sie doch oft Gedankenschlichter.

Nach einer vorschnellen Äußerung

O du Gedanke, meine Lust,

du hättest an die Lein’ gemusst!

  

Den Humorlosen

O Leute, seid doch nur dem Scherz geneigt

und hüllt euch nicht in Nerz und schweigt!

  

An Pegasus

Hab ich einmal beim Wein Gedanken,

kommt oft der Anspruch dein ins Wanken.

  

Meinen Kindern

Ein Wort an alle meine Kinder:

Ich lieb’ euch alle, keine minder.

 Vor der Wahl

Von allen, die sich Wahlen stellen,

gilt nicht, dass sie schon stahlen Wellen.

  

An Anti-Mathematiker

Die sich mit Mut der Welt der Zahlen stellen,

die stählen - niemals „stahlen“ – Zellen,

die kleinen grauen, siehe oben, Hirn,

die manchmal, wenn wir einen hoben, irr’n.

  

An das kV-Publikum

Wer bei kV im Glanz der Lichter nistet,

man selten den als ‘nen Vernichter listet.

  

Fazit

Gar mancher ist ein netter Wicht,

den schrecken alle Wetter nicht.

Doch weil er selten auch noch helle,

fehlt öfters mal ein Hauch, ‘ne Elle.

An alle Sinnsucher

Wenn Sinn sich gar nicht fassen lässt,

dann stelle ich gelassen fest:

Im Dunkeln lässt sich feiner munkeln,

die Gags da auch gemeiner funkeln.

Und eines ist bestimmt ganz klar:

Den höchsten Punkt erklimmt der Star.

Wer dennoch meint, er müss’ das Beste finden,

der soll sich nur getrost ans Feste binden.

  

Richter und Dichter als Schlichter

Meist ist ein ganz gerechter Schlichter

viel besser als ein schlechter Richter.

Jedoch ein wirklich schlauer Dichter

Versteht sich nicht als Dauerschlichter.

 Plagiatoren-Warnung

Wer raubkopiert mein Werk in einem Kleinverlag,

muss wissen, dass ich jedes Räuberlein verklag.

Macht aber das gekonnt ein Weltkonzern,

dem werd’ ich nicht der Nachsicht Zelt verwehr’n.

  

Fröhlicher Verführer

Erst war er ganz romantisch-bieder,

bis auf er schließlich band ihr Mieder.

So lagen sie am Teich en Weilchen,

dann spielte er an weichen Teilchen.

Am Schluss war ganz galant er wieder

Und sang noch frohe Wanderlieder.

 Thusnelda und der Punk

Thusnelda forderte im Bett ’ne lange Pause,

dass sie zuerst einmal den Schopf dem Punke lause.

Kirschen in Nachbars Garten

Wen Maschendräht’ als Flanken schrecken

und scheut, dass seine Zang’ im Licht,

der üb’ getrost nur lang Verzicht,

dann kriegt er vor den Schranken Flecken.

  

Anteilnahme

Die Gaffer oft die Neugiernasen recken,

wenn sich die frisch Vermählten auf dem Rasen necken.

  

Tischetikette

Am Ende fand das richtige Besteck er zwar,

doch wusst’ er nicht zu welchem Zweck, der Star.

Nach etwas viel Übermut

Meine Nina, sagst so manchen schönen Satz,

weißt mich damit schnellstens zu versöhnen, Schatz.

 Schüttelphilosophie

Wenn wir genau das Wahre klären,

dann kann — vielleicht — das Klare währen.

Wer aber stets nur Keckes lehrt,

wird durch das nächste Leck gekehrt.

Wie sollte auch ’nen Schatz er kreißen?

Kann letztlich  doch nur kratzen, scheißen!

Wie eine Kuh, die fraß vom Gras

und wiederkäuend Gras noch fraß.

Noch ihrem breiig, neck’schen Kote

fehlt nicht die stinkig-kecke Note.

Wem’s in der Schuhe Schrein geschwappt,

der glaubt, er sei vom Schwein geschrappt.

Das muss dem Denker doch, dem wahren klar sein:

Im Zweifelsfalle wird das Klare wahr sein!

  

Sagenhafte Biologie

Saugen macht die Zecken runder,

Siegfried gab den Recken Zunder.

Was die zwei ganz schwach verbindet,

ist was, das im Bach verschwindet.

Nur durch reiches Schütteln

Kann kein Scheich dran rütteln.

Zukunftspädagogik

In naher Zukunft mag man mit Sensoren lehren.

Ob die nicht Seelen ver-(so ganz verloren)-zehren?

Heckendornen

Wenn hinter Hecken Dörnchen picken,

gefährdet’s das, was Pörnchen dicken.

Der Unterschied

Beim Schwein ist viel vom Wesen Speck.

Nach Abzug sind die Spesen weg.

Normalität an sich

Der Zackenbarsch als Mensch an sich, man kann sich keinen backen.

Der tut, wie meist die andern auch, mit krummen Beinen ...

Denn schließlich fordert’s das Gerät für solche heiklen Zwecke.

Nur ausnahmsweise nimmt er wahr den Sichtschutz: Zweigleinhecke.

Jägerei

Wenn Männer sich in Loden biegen,

sieht Wild man bald am Boden liegen.

In „Sicherheit durch steile Hecken“,

darin scheint wenig Heil zu stecken.

Das Wild, das nichts versucht als flieht,

sein Heil stets in der Flucht nur sieht,

das kann man ohne Krach schlicht preisen.

Es lässt der Geier Pracht nicht kreisen.

Und die Moral von der Geschicht’?

’s gibt kaum ein dämlicher’ Gedicht!

  

Zackenbarschs Backstubenweisheit

Da heizen wir bestimmt beim Backen müssen,

soll es das Backwerk nicht mit Macken büßen,

heizt richtig ein der alte Zackenbarsch,

sonst glaubt er noch, er sei des Backens Arsch.

 

Zur Bundestagsneuwahl im Herbst

Damit Kanzler bleibt der Schröder,
Münte Franz, da schreibt der blöder,
als es der Verstand erlaubt,
was von Wahlen diesen Herbst.
Das sei nötig, hieß es derbst.
Da scheint allerhand verstaubt.

Das ist keine helle Birn’.
Lass doch das Gebelle, Hirn
brauch lieber recht, beizeiten,
statt jetzt wie bezecht bereiten
einen Abgang von den Sesseln
und der andern Sonn entfesseln.
Wer am Sozisudel hängt,
hat das Haupt trotz Hut versengt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dichterseufzer oder brotlose Kunst

Nie hab’ ich Spesen gewonnen,

wenn ich ein Wesen ersponnen.

Das, was zu roh ersonnen,

ist auch meist so zerronnen.

 

Altschützenseufzer

Heut’ wird das große Schützenfest beginnen.

Von weither kamen viele Gäste: Finnen,

Galizier, Polen, sogar vier Chinesen.

So habe ich im Topkurier gelesen.

Doch ich kann nicht mehr mit marschieren;

Ich würde mich, so’n Schitt, blamieren,

weil mich die Beine nit mehr tragen,

an der Gesundheit alle Tritte nagen.

So kann ich darauf nur bescheiden bauen,

was meine Augen, ach, die beiden schauen.

 

Fundstück

Ein schönes altes Buch, ganz fein gebunden,

darin hatt’ ich aus Elfenbein gefunden

ein Lesezeichen, wie ein Reh geschnitzt,

zart und vergänglich, wie in Schnee geritzt.

Es standen in dem Buch recht hehre Texte,

dazwischen aber wie mit Teer verhexte.

Am Schluss fand sich ein ganz suspekter Titel:

„Das Schädelinnenarchitektkapitel“.

Der Sinn davon, der wurd’ mir gar nicht klar,

denn Geist – beim Schüttelreim – ist klar nicht gar.

Und darum will, solang noch Licht, ich schließen,

weil die Ideen mich, ganz schlicht, verließen.

 

Statt eines Klinkersteins

(für den lieben Heinz B.)

So wie Glykol die Hits des Weins

Prägt Schwachsinn oft den Witz des Heinz.

Denn seine mehr als leichten Sachen,

die reizen kaum zum seichten Lachen.

Entfährt ihm so ein schmaler Scherz,

bleibt weiter nichts als schaler Schmerz.

Wer täglich bringt Konservennägel,

entwickelt sich zum Nervensägel.

Was ihm erscheint als kühner Hammer,

ist I-A aus der Hühnerkammer.

Gar mancher Witz ist schauderhaft,

hat recht so einen Hau, der schafft.

Er meint wohl, dass sein „fein“ Gelalle

nicht nur ihm ganz allein gefalle.

Er hält sich für ’nen klasse Meister

Und labert nur ’ne Masse Kleister.

Wer Unsinn Tag für Tag beschwört,

am Ende nur noch schwach betört.

Doch selbst, die seine Namen kennen,

die Witze, die ihm kamen, nennen,

sie haben ihn wohl kaum durchschaut,

sie haben nur auf Schaum gekaut.

Denn oft schon, nur mit Schweineklang,

er große Reden, kleine schwang.

Er kann von allen Sachen schwätzen,

und nicht einmal in schwachen Sätzen.

Erscheint ihm auch die Narrheit wichtig,

ist sie ihm doch in Wahrheit nichtig.

Wenn’s gilt, der Mängel Schar entkleiden,

hört man ihn stets sich klar entscheiden.

Sein Herz für die Kollegen siegt,

worin für uns der Segen liegt.

Oft heißt es für ihn: Traben, Kneten,

bis endlich ver- die Knaben treten.

Und manchmal steckt auch Vieh in Damen,

wenn sie nicht wollen, die infamen.

Dass Heinz ein Mann mit feinem Kern,

die Einsicht bleibe keinem fern!

Und lieber auf die Ruh verzichten

als hier Entsagung zu verrichten!

Drum meide ich den Klinkerstein,

denn nie schlag ich   d e n   Stinker klein.

_________________________________________________________________________

(Für Heinz B., unseren für die Vertretungsstunden zuständigen Kollegen, als LAUDATIO auf seine Bedeutung für das Kollegium, anlässlich seines Schüttelreims mit "Klinkerstein", den ich nicht selber mehr schütteln konnte, sondern mir für die Schlusszeilen nur ausgeliehen habe.)

 

 

Lärmschutz

Für Nina ist der Paps nicht klein

und auch ein sanfter Klaps nicht Pein.

Doch dann wird richtig brav mein Schatz,

macht nebenan ein Schaf Rabatz.

Da Lautes sie nicht mag erleiden,

sucht sie’s durch Dämmbelag zu meiden.

Dann nimmt sie ihre warmen Händchen,

zu bilden gegen Harm ein Wändchen,

und hält sich zu die beiden Ohren,

dass nicht hinein sich Leiden bohren.

So sichert sich mein Kind die Ruh;

das schaffen weder Rind noch Kuh.

Der Opa ist da besser dran,

denn vor des Lärmes Stress und Bann

schützt den der Ohrenkraft Versagen.

Die packt des Lärmes Saft beim Kragen,

und lässt ihn einen Teil nur hören.

Das sei gewiss sein Heil, betören

den Mann die eignen Wahngedanken.

Ein Schreck nur bringt die dann ins Wanken...

Hm...                                                                             28.06.2005

Lappentest

Schief geht fürs Wild der Lappentest,

indem man’s tückisch tappen lässt

dahin, wo jene Lappen winken.

Wild kann man ohne Wappen linken.

Der Schwindler mit der Adelsmasche

macht aus dem Herz des Madels Asche.

Weil er’s ins Wappen tappen lässt,

versagt es glatt beim „Lappentest“.                   01.07.2005

 

Büfettmanieren

Die am Büfett das meiste fassen,

die „glänzen“ meist durch feiste Massen.

Sie steigern auch die Kassenposten,

weil Soßen, Braten, Pasten kosten

viel mehr noch in den Folgezeiten.

Drum lob ich mir die „moll“-Gefeiten,

die „dur“ beim Essenfassen sparen,

weil besser sie – statt spaßen – fahren.          12.08.2005

 

 

 

 

 

 

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