LEBERREIME (nach Wikipedia)

Leberreime sind eine mehrere Jahrhunderte alte deutsche Form von Nonsens-Poesie. Sie wurden oft als Trinksprüche verwendet.

Sie beginnen stereotyp mit einem Vers: Die Leber stammt (ist) von einem Hecht und nicht von ... (Ergänzung: Die Leber und der Hecht sind im Beispiel wesentlich für Leberreime.) Auf diesen folgt dann ein zweiter, der sich auf dem ersten reimt und nicht einer gewissen Komik oder gewisser Weisheit entbehren sollte. Zahlreiche Beispiele findet man im WWW.

Beispiele:

Die Leber stammt von einem Hecht und nicht von einem Zander,

die Gräten schaff ich nicht allein, wir essen miteinander.

 

Die Leber stammt von einem Hecht, vom Neunauge mitnichten,

ich könnte auf den ganzen Fisch - nie auf den Wein verzichten.

 

Eigene Beispiele (alle aus der Nacht vom 8./9.10.2005):

 

Die Leber stammt von einem Hecht und nicht von einem Barsch,

sonst wär’ sie nicht so zäh und eklig und so schrecklich harsch.

 

Die Leber ist vom Hecht, von keinem Säufer,

zirrhosefrei und gut für Dauerläufer.

 

Die Leber ist vom Hecht und nicht vom Schwein,

und deshalb, züchtig, pornofrei und rein.

 

Leberreime, artfremd (z. T. für Vegetarier)

 

Die Verse sind vom Zackenbarsch und nicht von einer Scholle.

Klar! Deshalb sind sie ziemlich von der Rolle!

 

Die Zeilen sind von einem Barsch, ’nem ganz, ganz alten.

Ach, darum sind sie schwer nur auszuhalten!

 

Die Leber ist von einem Kalb, frisch transplantiert.

Als ob das im geringsten jemand interessiert...

 

Die Leber sticht mich sehr und keinesfalls im Zeh.

Nach zu viel Joggen tut sie nur noch weh.

 

Leberreim, wortarchitektonisch abgewandelt

 

Mit „Leber“, „Hecht“ und „nicht“ und Paarreim geht’s ganz leicht.

Doch kaum vermeiden lässt sich, dass er ziemlich seicht.

 

Wieder „normaler“:

 

Die Leber ist von einem Hecht und artfremd bei kV.

Ob das sehr schlimm ist, weiß man nicht genau.

 

Die Leber ist von einem Hecht und nicht gebraten.

Isst man die etwa roh? Nein, lass mich raten...

 

Die Leber ist vom Hecht und nicht von jenem Wels, dem Kuno¹.

Ich fürchtete bereits, sie wäre von Giordano Bruno.

 

¹ Kuno, der mächtige Wels aus dem Volksgartenweiher in Mönchengladbach, sollte vor Jahren einen kleinen Dackel verschluckt haben. Es gelang, seiner habhaft zu werden. Jetzt ist er – ausgestopft – im Museum „Schloss Rheydt“ zu besichtigen.

 

Die Leber von ’nem Hecht macht manchen Autor produktiv.

Doch das Niveau dabei sinkt meistens abgrundtief.

 

Leberreim-Bilanz

 

Ob Leber von Hecht oder sonstigen Wesen? —

Egal! Denn den Blödsinn will eh keiner lesen.

 

 

 

 

 

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