Die Gartenlaterne  (04.06.2006)

 
Das ist sie (Foto: F. Schmitz)

 

Seit kurzem ist mein Rasenrand,

ganz dicht bei der Terrasse,

taghell erleuchtet jede Nacht.

Das finde ich schon Klasse!

 

Mein Dank gebührt dem großen Geist,

der dieses Werk erfunden,

das Leuchtkraft speichert über Tag

und nachts brennt glatt acht Stunden.

 

In Edelstahl „erhebt“ es sich,

das Wunder von Laterne.

Und wer’s genau betrachtet sieht:

Es überstrahlt die Sterne!

 

Wer kritisch diese Zeilen liest,

dem ist wohl aufgefallen,

es wäre sicherlich zu schwach

für Fest- und Werkstatthallen.

 

Doch unbestritten bleibt das Plus,

dass es wohl niemals rostet!

Und das, obwohl es nicht einmal

zehn Euro hat gekostet!

 

Vermutlich reicht die Leuchtkraft aus

– man denk nur, bei dem Geld –,

dass man, so dunkel auch die Nacht,

bestimmt nicht drüber fällt.

 

Deshalb gebührt auch ALDI Dank,

wo ich es hab gekauft.

Inzwischen sind sie alle weg;

Ganz zwecklos, dass ihr lauft…

 

Das Metro-Geheimnis  (25.03.2006)

Nina mag den Opa sehr,
aber will’s nicht sagen.
Wenn er nur so doof nicht wär’
mit den blöden Fragen!

Nervt schon heftig, dieser Mann,
will stets alles wissen.
Wenn sie’s nicht mehr hören kann,
muss er sich verpissen.

Wo sie heute wieder war,
möcht sie nicht verraten.
Soll ihr doch nicht – ist ja klar –
durchs Geheimnis waten.

Nur so viel verrät sie froh
(Raten ist das Schwerste):
Letzter Buchstabe ist O
wie bei ihm der erste.

Fünf sind’s aber insgesamt,
fängt wie „Mama“ an.
Ihre Neugier ist entflammt,
ob er’s raten kann.

Ach, der Opa kommt nicht drauf,

ist ja nicht am Ort.
Deshalb gibt er’s schließlich auf,
findet nicht das Wort.

Erst als sie ihm noch verrät,
dass Papa’s gut kennt,
ahnt er – wenn auch reichlich spät –
wie das Ziel sich nennt.

Als er endlich „Metro“ sagt,
lächelt sie zufrieden.
Hätte er doch nicht gefragt
und den Test vermieden!

 

Wasserfallemotionen (22.02.2006)

Jetzt weiß ich, was ein Wasserfall

zutiefst wohl muss empfinden.

Ach, wüsst ich, wie den Wogenschwall

geschickt zu unterbinden,

der seit heut Morgen ungehemmt

mir aus der Nase pladdert!

Das war bis heute mir ganz fremd,

und ich bin ganz verdattert.

Zwölf Dutzend Tücher hab ich schon

zum Schnäuzen nun verbraucht.

Die Müh’ war gänzlich ohne Lohn.

Der Teufel lacht und faucht.

Und ist nicht gleich das nächste Tuch

zum selben Zweck parat,

dann fehlt nicht viel mehr und ich fluch,

weil wieder in der Tat

die Fluten rinnen ohne Rast

auf Hemd, Pullover, Rock.

Und stoppt nicht bald die irre Hast,

dann geh ich noch am Stock.

Nun hab ich mich mit mancherlei

dagegen eingedeckt.

Ich hoff, das Richt’ge ist dabei.

Ich fühl mich so befleckt.

Das Schlimmste aber ist: Ich muss

vor Nina mich verstecken.

Denn logisch ist ja wohl der Schluss,

sie sonst nur anzustecken.

Und das wär wirklich noch viel schlimmer.

Drum halt ich mich zurück.

Doch leider hab ich keinen Schimmer,

bis wann mir fehlt mein Glück.

 

Hufeisenklee oder Kreuzworträtsel am Morgen (18.02.2006)

Gefragt war im Rätsel nach „Hufeisenklee“,

das war schon recht einfach, wie ich es so seh’.

Na klar, „Hippocrepis comosa“, das reicht’,

und schon war die Lösung fast leichter als leicht.

Im Kreuzwortgewirre ’ne sichere Bank

erleichtert gewaltig das Lösungsgerank’.

Das Rätsel, vom Blatt „extra knifflig“ genannt,

das rutschte schon bald ab auf „Null-Widerstand.“

So wächst mir des Morgens aus kleinen Quadraten

Die Zuversicht, dass auch mein Tag wird geraten.

 

aNna17         (08.01.2006)

Fern liegt der Jugend der Blick

Über des Tellerchens Rand.

Reicht doch, wenn wach der Verstand,

Auch schon ein lustiger Trick:

Nick kann womöglich bewahren

Auch noch für längere Zeit,

so wie vom Altern befreit,

Tage, die auch noch nach Jahren

Alles, was jung ist, umfassen.

Sei darum immer gelassen,

Ist auch die Zukunft noch weit,

Alles werd’ so, dass dich’s freut!

Als kleine Aufmerksamkeitzu dem Geburtstag,der dich „erwachsen“ macht,liebe Nastja,

mit meinenherzlichsten Glückwünschen

Friedhelm

 

Lack of Strom            (09.12.2005)

Sitting calmly in the kitchen

Opa ist beim Bohnen Fitschen.

And with fire in the oven

wird er es wohl prima schaffen,

just in time his preps to finish.

Und er denkt, fast Profi bin ich.

Cooking is his greatest pride,

und es ist auch bald so weit

that the roast meat will be done.

Wenn sie da sind, fängt es an.

But a feeling in his back

Jagt ihm ein ’nen großen Schreck.

Suddenly he has to see:

Alles Scheiße, aber wie!

What an awful, hideous lack:

Denn der ganze Strom ist weg!

The idea that he will

have to use his garden grill

lässt ihn ahnen schlimmes Leid...

Merke, es ist Winterszeit!

In his kitchen he cant stay.

O, verdammte RWE!

Outside he must cook with coal,

wenn’s auch kalt ist wie am Pol.

That his grill is full of cinder

sieht er, als er draußen ist.

When so many things do hinder,

dann ist eben alles Mist!

 

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Das Gedicht ist kein Denglisch, sondern eine Alternativversion Deutsch/English, da sich die beiden Sprachen zeilenweise abwechseln. 

 

Übersetzungsspiel            (30.11.2005)

„Das Keyboard ist ein Schlüsselbrett“,

so würde Otto sagen.

Doch eigentlich ist’s „Tastatur“,

auch die an dem Computer.

Bekannt ist’s auch als „Klaviatur“,

vor allem am Piano

und an der Ziehharmonika,

„Manual“ an jeder Orgel.

Doch unten heißt es da „Pedal“.

Ach, wie mein Instrument,

das neue, sich auf Deutsch auch nennt,

das ist mir ganz egal.

Na klar, auf Deutsch heißt’s „Keyboard“,

steht zwischen „Key-Accounter“

und „Keyserling“ es doch im „Duden“

als „Tasteninstrument.

Beim „Wahrig“ ist die Nachbarschaft

hingegen schon verschieden.

Dem „Keuschlamm“¹ schützt es da den Frieden

vor’m Kfz. und dessen Kraft.

Zusammenstoß vermieden!

Doch das „Pedal“ im Kfz.

ist ganz gewiss kein „Keyboard.“

Jetzt wünscht’ ich nur, ich hätt’

vorm Schlafen noch ein Wybert!

¹ = „Mönchspfeffer“ (Vitex agnus-castus), Strauch im Mittelmeerraum mit kleinen blauen, gelben oder weißen Blüten und kleinen Steinfrüchten, die als Pfefferersatz gebraucht werden. Soll das sexuelle Verlangen dämpfen.

 

Ehegeheimnis (hd., 29.11.2005)

Mein Weib und ich selber sind lang’ schon ein Paar,

viel länger, als manch einer lebt.

Die Nachbarin ist des Verständnisses bar,

weshalb nur mein Weib nie bestrebt,

haarklein zu erzählen, womit wir uns quälen

und was unsre Ehe erhält.

Und dass sie sich weigert, davon zu erzählen,

das ist es, was jener missfällt.

So mancher nimmt Anteil an andrer Geschick

und möcht’ jede Kleinigkeit wissen.

Wenn andre nur schweigend genießen ihr Glück,

dann fühlt er sich richtig beschissen.

 

Infektion                       (18.11.2005)

’ne winzige freche Bazille

eroberte neulich ganz stille

Asyl sich „in corpore meo¹

und fand es in peritoneo².“

Jetzt fragt sich nur, wie ich sie kille.

¹ lat.; „in meinem Körper“

² lat.; „im Bauchfell“

 

Die Mücke                        (12.11.2005)

Die Mücke ist ein kleines Tier.

Darum gefällt sie mir.

Doch dass sie ab und an mal sticht,

das mag ich nicht.

Die Mücke hat kein Elfenbein.

Dafür ist sie zu klein.

Und mit wär’ sicher sie bekannt

als Elefant.

Denn auch ’nen Rüssel trägt sie ja,

zwar klein, doch sicher da.

Nur hat sie nicht so’n dickes Fell.

Sie grämt sich schnell.

Hassliebe heißt die Neigung meist,

die ich mir zu ihr leist’.

Und wenn sie mich geärgert hat,

hau ich sie platt.

Alle Tierschützer bitte ich hiermit vorab schon um Entschuldigung, vor allem wegen der brutalen Schlusszeile.

Nacht                                 (12.11.2005) 
        

Am Abend, wenn der Tag sich neiget

und satte Augen fallen zu,

wenn Nebel sanft vom Bach her steiget,

dann geht mein Ninakind zur Ruh.

Wer ahnt die unbekannten Träume,

die nächtens ihren Schlaf durchziehn,

und all die unbekannten Räume,

die nie reales Licht beschien?

Doch jede Nacht zieht rasch vorüber.

Und wenn erst Nina wieder lacht,

sind alle Sorgen schon hinüber.

Die Welt erstrahlt in neuer Pracht!

 

Gedanken beim Betrachten eines stern-Titels

Der stern, der titelt heute dreist,

von Sehnsucht nach den alten Werten,

die über Nacht im Volk erwacht.

Da fragt sich nur, was das denn heißt,

denn leicht erwischt man die verkehrten...

Wie schrecklich, wenn’s dann wieder kracht!

Das Titelbild, das als Symbol

für jene Werte er gewählt,

scheint allerdings schon leicht suspekt.

Die Friedenstaube, weiß und hohl

Entrollt ein Banner. Ob das zählt,

was an Bedeutung darin steckt?

Das Banner trägt die hehren Werte¹,

doch Zweifel bleibt, Bedenken nagen,

denn es sieht aus wie Klopapier!

Die Werte sind zwar nicht verkehrte,

jedoch, wie sie da eingetragen,

wie Perforation wirkt’s hier!

Es ist wohl so, dass hier im Staat

So manches schon gewaltig stinkt.

Den Arsch zu wischen, braucht’s Papier.

Nur dieses Bild, das find’ ich schad’,

das trifft es einfach nicht, das hinkt.

Schon wieder Scheiße, denk ich mir.

Der Text bezieht sich auf die Nr. 46/2005 des stern.

Die aufgelisteten Werte sind:

Treue, Courage, Respekt, Mitgefühl, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Verantwortung.  

Alte Photographien             (09.11.2005)

Beim Kramen in uralten Photos

vergingen die Stunden im Flug.

Da sah ich mich selber als Kleinkind,

doch irgendwann hatt’ ich genug.

Denn all diese Bilder von früher,

schwarz-weiß, nun vergilbt und verblasst,

mit Menschen, die einmal ich kannte,

ergossen auf mich eine Last

verlorener Hoffnungen, Freuden,

Empfindungen, Liebe und Leid,

von unwiederbringlichen Chancen,

Metaphern vergänglicher Zeit.

Kein Mensch ist derselbe wie früher,

die meisten sind lange schon tot.

Auch die, die noch leben, sind anders,

viel älter und nicht mehr im Lot.

Da schlich eine Ahnung vom Ende

ganz unmerklich sich bei mir ein.

Die ließ sich auch gar nicht verdrängen.

Nur offen ist, wann es wird sein...

Lebensphilosophie                    (07.11.2005)

Ob Optimist, ob Pessimist,

das Grundwort ist bei beiden „Mist.“

Drum bin ich lieber Realist,

das ist des Lebens beste „List.“

Ob das auch wahr und richtig,

ist mir schon nicht mehr wichtig.

Im Leben ist zwar manches Mist,

jedoch mir unverzichtbar ist,

zieh’s allem andern vor:

Humor.

Weltmännertag (5. November)

Heute, zum „Weltmännertag“,

muss ich wenigstens vier Zeilen

schreiben und mich schon beeilen,

eh’ draus wird „Weltpennertag.“

Mehr ist mir zu dem „epochalen Gedenktag“ leider nicht eingefallen. ;-)
Nebenbei: mein „Gedicht“ Nr. 3= 729 bei keinVerlag.

 

Das beste Stück        (05.11.2005)

Apple-iPod

Er hatte schon den iPod,

der mehr kann als Musik,

der war für ihn sein Abgott,

sein allerbestes Stück.

Denn der kann auch noch Video,

und nicht nur MP3.

Drum machte der ihn wirklich froh

und endlich richtig frei.

Mit Video und MP3,

da war er jetzt der King.

Und damit rutschte auf Platz 2

sein echtes „bestes Ding.“

Und dass das jetzt allmählich schrumpft,

ist ihm schon ganz egal.

Denn er ist schon zu stark verdumpft,

sein Horizont zu schmal.

Und die Moral von der Geschicht’:

Behalt’ den klaren Blick!

Sonst weißt am Ende echt du nicht,

was Schrott ist und was Glück.

Vorurteil                                      (04.11.2005)

Ein junger Mann aus Tuntenhausen¹,

den Kopf erfüllt von bunten Flausen,

zog frohgemut ins Land hinaus.

Doch, wenn er sagte, wo er her,

gab’s für ihn keine Chance mehr.

Moral:

Da bleib’ doch besser gleich zu Haus’,

eh’ du erst lernen musst daraus:

Gar bitter ist das Vorurteil,

für den, den’s trifft, ein Todespfeil.

¹ Den Ort (PLZ 83104) gibt’s wirklich.

Beim Warten mit dem Mittagessen     (04.11.2005)

Heute treiben’s meine „Frauen“ auf die Spitze!

Jetzt sind es schon wieder Stunden, dass ich sitze

und mit banger Hoffnung auf sie warte.

Bin doch kein Geduldschwein, dick von Schwarte!

Längst das Essen fertig, mehrfach aufgewärmt.

Blick ich in den Spiegel, seh’ ich, wie verhärmt

ich inzwischen aus den Augen schau.

Schwer ertrag ich den Erwartungsstau. 

 

Haptischer¹ Ausweg                (02.11.2005)

                  

Wenn ich so durch die Sender zappe,

auf leider nichts als Blödsinn tappe,

dann wird ganz finster meine Flappe,

und ich geb’s auf.

Da schnapp ich lieber mir die Mappe,

in die ich Ninas Bilder pappe.

Und selbst, wenn ich nur Möhrchen schrappe,

schon geht’s bergauf. 

______________________________________

¹ haptisch < Haptik = Lehre vom Tastsinn

Alternative                          (01.11.2005)

Ein Schwein braucht keinen Alkohol,

das fühlt sich schon im Dreck ganz wohl.

Doch vor der Wahl, ob Mensch, ob Schwein,

da möcht' nun mal kein Schwein ich sein.

Auch ich brauch' keinen Alkohol,

auch ohne fühl ich mich ganz wohl.

Bloß wenn’s denn mal ein Glas soll sein,

dann schätz’ ich trock’nen roten Wein.

Nur: Wein ganz ohne Alkohol

Ist dann doch nicht das Rechte wohl... [Egal!]

Ich hab’ statt Dreck viel lieber Wein,

denn schließlich möcht’ kein Schwein ich sein.

 

Ko Tzen – oder über Geben       (01.11.2005)

Gedanken, grau und trüb, ergeben,

hat mancher vorschnell übergeben

sein Amt, sein Haus und noch viel mehr.

Wer Geber sein will, üb’ ergeben,

will sagen, erst, da üb’ er Geben,

bevor er’s tut, sonst reut’s ihn sehr.

Bestechungsgelder Übergeben

gehört zur Skizze über Geben

auch irgendwie wohl mit dazu.

Das hat mein Grübeln trüb ergeben

und reizt mich stark zum Übergeben,

chinesisch: „Ko Tzen.“ Klar? – Im Nu!

 

Ansprache               (30.10.2005)

Richtig rau ist manche Faser

Auch, wenn man’s nicht sofort sieht.

Und wie Dunkles in der Maser

Helles wundersam durchzieht,

Fällt als Wunderwerk erst auf

An der Fläche, die geschliffen.

Sicher hast du das begriffen,

Etwa nur darauf gepfiffen? –

Regt’s dich auf, dann pfeif nur drauf!

 

Brotloses Abendbrot              (30.10.2005)

„In der allergrößten Not

schmeckt die Wurst auch ohne Brot.“

So das Sprichwort, altbekannt,

das noch immer hat Bestand.

Heut’ war Opa eingeladen,

über Mittag, wohl gemerkt,

und so hat er ohne Schaden

sich beim Essen „brav“ gestärkt.

Nach dem Mahle war er platt,

jedenfalls schon mehr als satt,

überzeugt, dass erst in Tagen

Nachschub brauch’ der volle Magen.

Doch, so alt er nun auch ist,

irrt er manchmal, welche Schande!

Und heut’ Abend, so ein Mist,

fühlt er fast sich schon am Rande

einer echten Hungersnot.

Was ist da jetzt nur zu tun?

Siehe oben, „Wurst“ und „Brot“?

Oder gar gebrat’nes Huhn?

Nein, so hat er sich entschieden:

Wurst sei heute streng gemieden!

Wurst ist ja aus Fleisch – vielleicht,

und das Steak von Mittags reicht!

Brot macht gut sich zum Verzicht;

also lässt er’s gleich im Kasten.

Nein zum Brot, Brot heute nicht!

Aber soll er wirklich fasten?

Im Regal liegt ein Bordeaux,

mild und trocken, wie er weiß.

Und schon wird er richtig froh,

denn schon schließt sich ihm der Kreis.

Flugs macht er die Flasche auf,

mit des Weins befreitem Lauf

öffnet sich auch ihm Erkenntnis.

Er braucht ja kein Einverständnis,

da allein mit seinem Wein.

Gleich fällt ihm das „Zubrot“ ein:

Käse, Käse soll es sein!

Und bald schmeckt’s ihm – wirklich fein!

Ohne Fragezeichen                   (23.10.2005)

Hast du die Straße gefegt,

hast du den Besen verstaut,

hast du den Abfall getrennt

nach allen Sorten,

hab ich die Betten gemacht,

hab ich das Essen gekocht

und für das Kuchenbüffet

fertig die Torten.

Hast du die Zähne geputzt,

hast du die Haare gekämmt

und auch den Kamm noch schön

sauber gereinigt,

sind schon die Uhren gestellt,

steht das Geschirr noch herum,

hab ich mir klarer gemacht

das, was mich peinigt.

Singet die Lerche im Feld,

peitscht dir der Regen das Haar,

sucht noch dein Blick insgeheim

nach meinen Augen,

sind die Jahrzehnte vielleicht,

Worte, die manchmal gefehlt,

schuld, dass wir oft nur gequält

Erinnerung saugen.

Parodie auf ein Liebesgedicht von Theodor Kramer (1987-1958) aus dem neu erschienenen Band: Theodor Kramer: Laß still bei dir mich liegen – Liebesgedichte; hrsg. v. Erwin Chvojkaj: Zsolnay Verlag, Wien 2005; 160 S., 15,90 €.   Der Einfachheit halber hier das Original:

Hast du den Garten gesprengt

Hast du den Garten gesprengt,

hast du den Schlauch aufgerollt

und noch die Raupen geklaubt

von Kohl und Quitten,

hab ich die Laube gefegt,

hab ich den Tisch schon gedeckt

und auf die sauere Milch

den Lauch geschnitten.

Hast du dich richtig gestreckt,

hast du die Milch ausgetunkt

und deine Klinge noch blank

durch Brot gezogen,

sind schon die Malven verblaßt,

stehn überm farblosen Zaun

Schlot schwarz an Schlot schon gereiht

Im bleichen Bogen.

Summen die Mücken im Phlox,

streicht durch das Haar dir der Wind,

rührt unterm Tisch deine Hand

leicht an die meine,

tut meine Schulter sich still

wie eine Mulde dir auf,

bin ich wie einst auf dem Grund

zur Nacht die deine.

                     

Congratulation

                                   Every new-born

                                   Maiden

                                   Is a promise to

                                   Life itself.

                                   Yes,indeed.

Mama, Papa

und natürlich

der großen Schwester

wünscht der

Evangelische Kirchenchor

von Herzen

Gottes Segen

und

ganz viel Glück.

Jüchen, im Oktober 2005

Im Namen des Chores

 

F. S.

Eitelkeitssyndrom                         (13.10.2005)

Parodie auf William Shakespeares „Julius Caesar“, I,ii,191 f.¹

Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein,

mit glatten Wangen und mit solchen Köpfen!

Dann kann als schlanker Opa leicht ich prahlen

mit meinem Bart und (fast noch) vollen Haar. 

¹ Original:

“Let me have men about me that are fat;

Sleek-headed men and such as sleep o’ nights.”

In der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel:

„Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein,

mit glatten Köpfen, und die Nachts gut schlafen.“

 

Serendipity — she’s got it              (12.10.2005)

Ob „Spürsinn“ im winzigsten Glied ihrer Hand?

— Nein, eigentlich so nicht: „Mehr Glück als Verstand“! —

Ja, „Spürsinn“ ist richtig,

doch dabei auch wichtig:

Ihr Spürsinn beschränkt sich nicht nur auf die Hand.

Als kleines Begrüßungsgeschenk für eine neue Autorin bei keinVerlag.

Das Kurzgedicht ist kein Limerick.

 

Beitrag Nr. 2³ x 3 x 5²

2³ x 3 x 5² = 600

;-))))))))))))))))))))

 

Als Beitrag Nr. 600 bei keinVerlag.de   (09.10.2005)

 

Glück                               (09.10.2005)

Gar mancher sucht nach Chancen.

Na, die gibt’s doch zuhauf,

und auch noch ziemlich billig,

steh’n vielfach zum Verkauf.

Ein Euro ist da manchmal

zum Kaufe schon genug.

Nur selten droht dem Käufer

dabei schon mal Betrug.

Ob Lotterie, ob Lotto,

ob Toto, bet-and-win,

fast überall gibt’s Chancen,

und was, wo solche drin.

Doch leider sind die Chancen

noch längst kein Weg zum Glück.

Denn ehe das erreicht ist,

fehlt noch ein Riesenstück.

Das Glück ist ganz, ganz anders:

Ein Wort, Gefühl, ein Blick,

ein Mensch, ein Tier, ein Klangbild,

und das ist gar kein Trick.

Für Geld ist nicht zu kaufen

das Glück, ob groß, ob klein.

Dafür kannst nur du leben

Ganz gut, bequem und fein.

Das Glück, nach dem wir streben,

das bleibt wohl – wie ich denk’ –

in unserm ganzen Leben

ein wunderbar’ Geschenk¹.
____________________________

¹ Wie für mich meine kleine Nina.

Frustration                                  (09.10.2005)

Da hab ich nun heute geschrieben

an Texten weit mehr schon als zehn!

Das Echo ist aus nur geblieben.

Kein Mensch will die Texte wohl sehn.

Ich frag mich, warum ich das mache.

Es ist ja doch bloß für die Katz.

Am besten ist, wenn ich nun lache

und spiele mit Nina, dem Schatz!

 

Gehabt euch wohl, liebe (Nicht-)Leser!

Über ein Wort von Lessing          (08.10.2005)

„Lebe, bis du satt geküsst

und des Trinkens müde  bist“,

sprach der alte Lessing.

Wenn die Zeit gekommen ist,

scheint zwar manches schon als Mist,

andres mehr als „blessing¹.“

Gottholds Doppelskala mag

Man als Maßstab, ohne Frag’,

noch in Ehren halten.

Wer schon oft darnieder lag,

Schmerz ertrug mit wenig Klag’,

sieht’s vielleicht gespalten.

Ist das Küssen erst vorbei,

werden andre Chancen frei,

wahrlich nicht geringer.

Hat der Herbst auch keinen Mai,

dafür birgt er mancherlei

doch als Erntebringer.

Nicht am Schluss in dieser Reih’

ist der Rotwein auch dabei,

„for a good old singer²“;

schenkt Behagen vielerlei,

eh’ „Freund Hein“ nun – eins, zwei, drei –

landet seinen Schwinger.

Ziehe ich mein Resümee,

wie ich Lessings These seh’,

kann ich drum nur sagen:

Ehe ich von hinnen geh’,

unter Toten mich erspäh’,

kann ich noch vertragen

manches Glas vom roten Wein,

lass daher das Trauern sein,

freu mich, statt zu klagen.

Erst, wenn einmal sich stellt ein

Überdruss beim Gläschen Wein,

könnt ihr noch mal fragen.

Lessings These, weis’ und wahr,

gönnt mir noch so manches Jahr

hier auf dieser Erden.

Auch der kleinen Freuden Schar

lässt das Leben wunderbar

und erträglich werden.

_________________________

¹ deutsch: Segen

² deutsch: für einen guten alten Sänger

Das Lessingwort ist dem folgenden Gedicht entnommen:

Gotthold Ephraim Lessing:

 

Der Tod

       

Gestern, Brüder, könnt ihrs glauben?
Gestern bei dem Saft der Trauben,
(Bildet euch mein Schrecken ein!)
Kam der Tod zu mir herein.

Drohend schwang er seine Hippe,
Drohend sprach das Furchtgerippe:
Fort, du teurer Bacchusknecht!
Fort, du hast genug gezecht!

Lieber Tod, sprach ich mit Tränen,
Solltest du nach mir dich sehnen?
Sieh, da stehet Wein für dich!
Lieber Tod verschone mich!

Lächelnd greift er nach dem Glase;
Lächelnd macht ers auf der Base,
Auf der Pest, Gesundheit leer;
Lächelnd setzt ers wieder her.

Fröhlich glaub ich mich befreiet,
Als er schnell sein Drohn erneuet.
Narre, für dein Gläschen Wein
Denkst du, spricht er, los zu sein?

Tod, bat ich, ich möcht auf Erden
Gern ein Mediziner werden.
Laß mich: ich verspreche dir
Meine Kranken halb dafür.

Gut, wenn das ist, magst du leben:
Ruft er. Nur sei mir ergeben.
Lebe, bis du satt geküßt,
Und des Trinkens müde bist.

 

Oh! wie schön klingt dies den Ohren!
Tod, du hast mich neu geboren.
Dieses Glas voll Rebensaft,
Tod, auf gute Brüderschaft!

Ewig muß ich also leben,
Ewig! denn beim Gott der Reben!
Ewig soll mich Lieb und Wein,
Ewig Wein und Lieb erfreun!

Hornochsenmonolog

Mein Weib geht dauernd fremd,

drum fühl ich mich gehemmt.

Wird ständig man betrogen,

dann ist auch schnell verflogen

das allerletzte Stück

von so etwas wie Glück.

Das Glück ist längst mir fremd,

drum bin ich ganz verklemmt.

Muss man das Glück vermissen,

dann fühlt man sich beschissen,

als allerletzter Dreck,

als Wesen ohne Zweck.

Warum ich das hier schreib?

Als reinen Zeitvertreib.

Was erst mal aufgeschrieben,

vielleicht ist das geblieben

als Rest von „Heiterkeit“

am Ende meiner Zeit.
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Ich stelle ausdrücklich fest, dass ich mit dem lyrischen Ich dieser Zeilen nicht identisch bin und deshalb keinerlei Beileidsbekundungen entgegen nehmen kann. (2. Oktober 2005)

 

Späte Frucht                             (21.09.2005, 01:25 Uhr)

Schwarzbraun ist die Haselnuss.

Inuit pflegt Naselkuss.

Wenn ich in die Federn muss,

schreib ich solchen Faselstuss.

Deshalb ist für heute Schluss!

 

Frauenproblem

Küche + Kinder = keine Karriere?

Lang diskutiert, ob es wirklich so wäre...

Schnell war die Stunde¹ dann trotzdem vorbei,

meistens herum um das Heiße, den Brei.

Falls man die Fakten zur Basis mal nimmt,

kann man nur sagen: „Ja, leider, es stimmt!“
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¹ eigentlich nur 45 Minuten

Gedanke zur Sendung „Berliner Phoenix Runde“ mit dem Thema „Küche, Kinder, keine Karriere?“ am 23.08.2005, 21:00-21:45 Uhr.

Moderation: Anke Plättner; Teilnehmerinnen: Maria Böhmer (Familienpolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion), Renate Schmidt (Bundesfamilienministerin, SPD), Cosima Schmitt (Journalistin, taz)

 

Ruf der Heimat

Beinahe schon ein ganzes Leben

Ein Freund wie keiner, du allein.

Recht bald seit jenes Krieges Beben,

Nach Flucht und Neubeginn am Rhein,

Hast du die Treue mir gehalten,

All die Jahrzehnte, unverrückt.

Real sind heute wir die Alten,

Die manche Last und Bürde drückt.

Bei deiner Reise nach Masuren,

Oftmals vermisstem Heimatland,

Reif neue Kraft aus alten Spuren,

Noch immer nahe, wohlbekannt!
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Heute, an seinem 70. Geburtstag, hat mein Freund wieder einmal eine Fahrt in seine alte Heimat Masuren angetreten. Das Gedicht wird er erst nach seiner Rückkehr sehen können, denn er verfügt weder über einen PC noch ein Handy. (21.08.2005)

 

Schon 4 Tote bei der Deutschlandtour!    (15.08.2005)

Ich seh’ zwar nicht viel fern,

Doch eins tu ich ganz gern:

Gemütlich schau ich an,

Was selbst ich nicht mehr kann.

So ging’s vor kurzer Zeit,

Ich weiß es noch wie heut’.

Da war’s die Tour de France,

Die ich geseh’n fast ganz.

Zum Glück war trotz der Qual

Recht klein die Unfallzahl.

Doch bei der Deutschlandtour,

Wie kommt das jetzt denn nur?

Mit immerhin vier Toten,

Da schlägt sie alle Quoten.

Und Schuld daran trag ich,

Und dafür schäm ich mich.

Es ist wohl meine Art,

Mit Reizbarkeit gepaart,

Die so weit mich riss hin,

Dass ich jetzt schuldig bin.

Ich habe sie geschlagen,

Bis still sie vor mir lagen.                     

Ich sah allmählich Rot...

Jetzt sind die Fliegen tot.

Auch so ein Fliegenleben,

Vielleicht von hohem Streben

Und Edelmut erfüllt —

Doch nun brutal gekillt!  

(Hoffentlich verzeihen sie mir den Mord.)

 

Zapper                                          (15.08.2005)

Die viel beim Fernsehn zappen,

sind schwer nur zu verstehn,

weil sie nur Häppchen schnappen

und kaum mal Ganzes sehn.

Es ist wohl heute modisch,

sehr wählerisch zu sein.

So üben sie methodisch

die Dauerauswahl ein.

Und wenn sie sich dann wundern,

wie wenig sie verstehn,

sie müssten – wie die Flundern –

schlicht auf den Grund nur gehn.

Wenn sie das einmal täten,

dann würden sie gewahr:

Nur, was bis in die Gräten

ich aufnehm, wird mir klar.

Manch andrer glotzt nur selten

und schließt das meiste aus.

Und trotzdem kennt er Welten

und fühlt sich drin zu Haus. 

 

Nach dem Regen                              (14.08.2005)

Bevor der Tag sich von den Socken macht,

ward alles doch noch wieder trocken. Sacht

verhüllt ein Schleier schon die Sommerpracht,

mit sanftem Dunkel schwebt herein die Nacht.

Der Regen heute störte mich nur schwach.

Saß doch geschützt ich unter meinem Dach.

Die Schauer haben nur gefüllt den Bach

und ab und an verursacht leichten Krach.

Nur wenn ich einmal aus dem Fenster sah,

dann war das feuchte Element mir nah.

Und mittlerweile ist die Schwärze da,

man könnt’ auch „Schwarze“ sagen, „das“, mit A. 

 

Si tacuisses, philosophus mansisses

Wer alles besser weiß,

weiß manchmal nur ’nen Scheiß.

Oft sollt’ er lieber schweigen,

statt das mit Fleiß zu zeigen.

Drum halt’ geheim ich meist,

was innerlich mich beißt,

statt dass ich offenbar’,

„wie klug ich wieder war“.

Nur manchmal schaff’ ich’s nicht,

dann platzt hervor mein „Licht“.

Die andern aber keifen,

weil sie es nicht begreifen.

So schweig ich lieber still,

da ich nicht ärgern will,

die weniger Begabten

und geistig Abgeschabten.

Es könnt’ jedoch auch sein,

dass durch das Schweigen mein

ich selt’ner mich blamiere,

mein Anseh’n nicht verliere.

Daher – so ist mein Rat –:

Wer was zu sagen hat,

der prüf’ – das ist sehr wichtig –,

ob das Gedachte richtig.                                        12.08.2005

Der neue Rasenmäher                         27.07.2005

Heut’ hab ich doch endlich den Rasen gemäht.

O Wunder, es ist noch ein Rasen!

Ist prächtig gelaufen, das neue Gerät

hat tüchtig geschnitten, geblasen.

Der Grasschnitt landete, ganz wie er soll,

im Grasfangkorb, hinten am Mäher.

Die Fläche sieht prächtig aus, wirklich ganz toll.

Was läg’ statt des Loblieds jetzt näher?

Schon groß war der Schreck vor nunmehr drei Wochen,

als plötzlich der Alte entzwei.

Zwar wär’ mit der Nagelscher’ nie ich gekrochen...

„Das Internet hilft dir dabei!“,

das war mein Gedanke im ersten Moment.

Doch dann hätt’ ich’s fast schon bereut.

Da hatten wohl einige sicher gepennt...

Doch das ist vorüber seit heut’.

Am selben Tag hatt’ ich den Neuen bestellt

und gleich auch das Geld überwiesen.

Mit Vorkasse, hieß es, da spare man Geld.

Ich glaubte dem, was da gepriesen.

Es hieß, das Gerät würde sofort versandt,

sobald erst das Geld eingegangen.

Doch wer kann beschreiben, was dann ich empfand,

als zwei Wochen drauf ich empfangen

’ne Mail, die dasselbe enthielt wie zuvor:

Ich möchte doch bitte erst zahlen...

Dass fast mir das Blut in den Adern gefror,

versteht, wer schon ähnliche Qualen

und Frust dieser Sorte hat selber erlebt.

Doch konnt’ ich mich grad noch bezwingen.

Ich mailte sofort und war dabei bestrebt,

so cool wie nur möglich zu klingen.

Kaum glaublich! Die Mail von Erfolg war gekrönt.

Man hat sich ganz artig entschuldigt.

„Betriebsferien waren’s!“ Das hat mich versöhnt.

Dem Urlaub hab gern ich gehuldigt.

Und gestern, da kam nun das kleine Paket.

Es hat fünfzehn Kilo gewogen.

Doch gestern war Regen nur, wie das so geht.

Da hab’ ich es so hingebogen,

dass heut’ ich erst mit der Montage begonnen.

Bestraft jedoch müsste werden

der Mensch, der zum Aufbau den Plan hat ersonnen.

Da helfen nur keine Beschwerden.

Ich hab’ auf die Anleitung einfach verzichtet,

stattdessen die Teile betrachtet.

Und nur mich nach denen gerichtet,

die Intuition ausgeschlachtet.

Kein Schräubchen zu wenig und keines zu viel:

Der Mäher ist beinah’ perfekt,

verschafft meinem Rasen ein edles Profil

und läuft und läuft wie geleckt!

 

Abendmeditation eines Hausmanns

Als Hausmann hab ich niemals Streit

ob irgendwelcher Pflichten.

Doch manchmal bin ich es auch leid,

das Alles-selbst-Verrichten.

Von Morgens früh bis Abends spät,

da „darf“ ich alles machen.

Und wenn’s mir bis zum Halse steht,

ist mir nicht recht nach Lachen.

Jedoch wenn’s wirklich mir zu bunt,

lass ich auch mal was liegen.

Durch ein klein wenig Sorgfaltsschwund

lässt manches sich besiegen...

Drum preis ich zwar nicht meinen Stand,

mit „Hilfe“ wär’s bequemer.

Ich leb ja nicht im Morgenland,

fühl mich als „Unternehmer“.

Und wenn ich koche, wasche, putz,

tu ich das stets bedächtig.

Mein Heim ist fast ganz frei von Schmutz,

die Ordnung mittelprächtig.

Wenn ich das alles recht betracht’,

dann geht’s mir ziemlich klasse.

Und jetzt beginnt für mich die Nacht,

da lass ich, was ich hasse...                             30.07.2005

 

Mitternachtsgedanken

O Blatt, o Blatt, du bist so platt.

Mein Magen ist gefüllt und satt,

mein Kopf dagegen leer und matt.

Ich war mit Nina in der Stadt.

Doch, was es da gegeben hat,

das habe ich vergessen glatt.

Drosophila an meinem Wein,

pass auf, sonst fällst du noch hinein!

Mein leerer Kopf, muss das denn sein?

Nach Mitternacht, mit Blatt allein,

leicht angesäuselt schon vom Wein;

ach, würd’s doch jetzt Ideen schnei’n!

Vergessen? Nein und dreimal nein!

Mein allerliebstes Schätzelein,

o, kannst du mir noch mal verzeih’n?

Im Buchgeschäft, wie war das fein!

Wir guckten in die Bücher ’nein.

Nur: Mehr als Haben gilt dir Sein.

So hast du meinen Plan vernichtet,

indem auf alles du verzichtet.

Dein Opa ist wohl fehlbelichtet.

Trotzdem hat er was ausgerichtet:

Nachdem viel Bücher wir gesichtet

und sie nach Qualität gewichtet,

da hast du seinen Sinn geschlichtet,

indem du ihm ganz lieb berichtet,

dass er ja sei zu nichts verpflichtet.

Ein Buch, das dürfe er dir kaufen,

damit er nicht umsonst gelaufen.

Doch bitte keinen ganzen Haufen!

Mein Schätzelein, wie stets bescheiden,

du sollst doch unter mir nicht leiden.

Darum reicht heut’ ein Buch uns beiden.               29.07.2005

Ninas Fest                                                24.07.2005

Nur zögernd zeigt sich zwar die Sonne,

In ihr dagegen: reinste Wonne!

Nur wenig könnte heut sie stören.

Auf sie muss heute alles hören.

Wird sie doch einmal nur drei Jahre.

Ihr Strahlen wärmt die alten Paare.

Rein gar nichts könnte schöner sein

Denn unser süßes Schätzelein.

Die Omas, Opas und Verwandten,

Recht weit her angereiste Tanten,

Ein Buntes Sammelsurium

Ist für den Schatz Elysium!

Si tacuissem, philosophus mansissem

Manchmal hätt’ ich ganz bestimmt,

besser was für mich behalten.

Wer sich outet, oftmals nimmt

Kurs auf eig’ne Sorgenfalten...

Wenn die Meinung, die naiv,

ohne Arg er hat geschrieben,

andre Menschen instinktiv

zum Vernichtungsschlag getrieben.

Doch den Vorsatz, mehr zu schweigen,

um dem Angriff zu entgeh’n,

den mach ich mir nicht zu eigen.

Mag mein Inn’res noch so fleh’n.                             19.07.2005
____________________________________________________________________________________

Das ist ein von Kinderspiel (vgl. „Si tacuisses, philosopha mansisses“ von Kinderspiel) angeregtes Gedicht zum Thema „Weisheit“. Nähere Erläuterungen zum Titel dort.

 

Rätsel (international)

Gleich doppelt lebt manch ein Franzose darin,

was Italien Abwassertrichter.

Im Englischen kennt man’s in doppeltem Sinn:

als Fernsehstar und auch als Dichter.

Und eh’ Sie zu sehr sich beim Raten erhitzen:

Wir Deutschen zumeist darauf sitzen!

Zwar schreibt man die Laute, so ähnlich sie sind,

auf jeweils verschiedene Weise.

Die Lösung? Zu schwer nicht einmal für ein Kind;

es sei denn, ich habe ’ne Meise.

 

Bilanz gegen 23 Uhr

Heut’ bin seit Fünf ich zwar auf

und in des Tages Verlauf

bin ich recht fleißig gewesen,

hab’ nicht nur Zeitung gelesen.

Mähte den Rasen ums Haus,

ließ auch das Essen nicht aus,

kochte, obwohl ganz allein,

zweimal, und das noch sehr fein.

Schluckte auch brav alles runter,

war aber nie so ganz munter.

Dacht’ auch an meine Tabletten.

Um vielleicht noch was zu retten,

schluckt’ ich sie so, wie verschrieben.

Hab’ noch manch andres getrieben.

Mittagsschlaf hab’ ich gehalten,

um die Tendenz auszuschalten,

die meinen Lidern heut’ eigen,

stets sich nach unten zu neigen.

Fand Robert Gernhardt ganz gut

Wie auch Heinz Erhardt, um Mut,

weitere Aktivitäten

mit all den Haushaltsgeräten

tapfer in Angriff zu nehmen.

Brauch’ mich gewiss nicht zu schämen.

Bin zwischendurch noch gelaufen,

um, was ich brauchte, zu kaufen.

Hab’ zwar auch manches versäumt:

Schreibtisch blieb unaufgeräumt.

Hab’ ich doch lieber stattdessen

Ananas ganz aufgefressen.

Eins hab’ ich gar nicht geschafft,

denn dazu fehlte die Kraft:

Wollte nur Tagesschau sehen,

aber, wie oft schon geschehen,

ließ ich im Sessel mich nieder,

zu klappten gleich meine Lider.

Erst nach geschlagnen zwei Stunden

Rückweg aus Traumwelt gefunden.

So ist mir nur noch geblieben,

dass ich es auf hab’ geschrieben.

 

Küchenchefs Resteverwertung

Im Kühlschrank noch Kiwis,

im Körbchen Tomaten;

im Topf noch Kartoffeln,

die konnt’ ich mir braten

mit Schwarzwälder Schinken,

ganz delikat.

Dazu aus Tomaten und Kiwis

Salat!

Und wider Erwarten war’s

einfach phantastisch.

Der Genuss war wirklich schon

leicht orgiastisch.

Nun gehe ich rundum zufrieden

Zu Bett:

Mein Essen war Spitze und

macht auch nicht fett!

 

Zur Taufe von Patricia

Fromm zu sein und
Überall von Gott zu

Reden

Passt in unsern

Alltag nicht so recht hinein.

Tausende

Reale Gründe hindern jeden

In der Regel,

Christi Zeuge heut’ zu sein.

Ist jedoch ein Leben

Anders als gewöhnlich,

Gilt das ganz Normale schon recht

Oft nicht mehr.

Tritt einmal ein Mensch zur

Taufe an persönlich,

Engelchöre

Singen dann zu Gottes Ehr’.

So ist deine Taufe mehr als nur

Ein Zeichen,

Ganz gehörst von jetzt an du dazu.

Eins zu sein und von einander nie zu weichen...

Nur in Gottes Armen kommen wir zur Ruh’.

Mit den herzlichsten Glück- und Segenswünschen

vom Evangelischen Kirchenchor Jüchen

Jüchen, am 5. Juni 2005

 

 

Sabine Christiansen

Mit Clement und Gysi, von Pierer und Merz

da trieb die Sabine vorhin ihren Scherz.

Zwar, Deutschland als Standort

rutscht unter der Hand fort.

Die Fünf aber waren immun gegen Schmerz.

Wem selber es gut geht, der hat es schon leicht,

ob der noch das Level der Menschen erreicht,

die innerlich bangen?

Die Fünfe, die schwangen

voll Spaß jedenfalls ihre Reden, echt seicht!  
___________________________________________________

(Kommentar zu „Sabine Christiansen“, ARD 5. Juni 2005, 21:45 – 22:45 h)

 

An aNa17

Ach, muss ich mich selber nun fragen,

Nichts hat mich tiefer getroffen

Als jetzt deine schmerzlichen Klagen...

So kann ich nur inständig hoffen —

Trotzdem, das Ergebnis bleibt offen —

Auf ausnahmsweis’ gnädige Milde.

Sei diesmal noch sanft, um im Bilde,

Im Gleichnis, behutsam zu sprechen:

Ach, der Barsch, der bereut sein Verbrechen!

 

Schluss für heute

Am Abend, wenn der Tag sich neigte,

dann ging der Zackenbarsch zur Ruh.

’s war gut so, wie sich immer zeigte,

der Schlaf schloss ihm die Augen zu.

Im Schlaf bescherten ihm die Träume

gar manch ein köstlich Wunderbild

und öffneten sich Märchenräume,

die manche Sehnsucht ihm gestillt.

Und froh ‚ konnt’ er am frühen Morgen

beginnen einen neuen Tag,

voll Mut und Kraft und ohne Sorgen,

vor dem, was diesmal vor ihm lag.

Doch nun kann er kein Ende finden,

und ist auch noch so spät die Stund,

muss immer am PC sich schinden

und kommt allmählich auf den Hund.

Wer nur dies blöde Ding erfunden,

der sei verflucht! — Doch ist das recht?

Wer raubt dem Barsch die vielen Stunden?

Das Ding an sich, das ist nicht schlecht.

So muss der Barsch sich selber fragen,

wer an dem Unglück trägt die Schuld.

Er muss sich ernsthaft selber sagen:

Du selbst betreibst doch diesen Kult!

Drum hat für heute er beschlossen:

Gleich ist für heute endlich Schluss!

Für heut hab ich genug genossen.

Jetzt ist der Punkt, wo Schluss sein muss!

 

Nuptiale Terzinen

Geheimnisvoll entstanden, ganz im Stillen,

          Ja fast schon transzendent, der Welt entrückt,

Ist’s endlich sichtbar doch — nach eurem Willen —

          Ohn alle Tarnung in den Blick gerückt:

So hat das Schicksal Fäden zart gesponnen,

          Hat euch und, seit wir’s wissen, uns entzückt.

Es schenk euch all die tausendfachen Wonnen,

          An denen solch ein Zweierbund so reich.

Lernt umzugehn mit dem, was ihr gewonnen,

          Nehmt ernst euch gegenseitig und zugleich

Als Gegenpol wie Teil des eignen Lebens!

          Nur so erwächst euch nach und nach ein Deich

Und Schutzwall, hinter dem ihr nicht vergebens

          Ein tiefes Glück zu finden euch bemüht.

Nach vielen, vielen Jahren eures Strebens

          Sei immer noch lebendig, was jetzt glüht,

Damit das Liebesglück euch dann noch blüht.

Mit den herzlichsten Glückwünschen eurer Kolleginnen und Kollegen am Franz-Meyers-Gymnasium — und mit herzlichem Dank, denn so ganz nebenbei habt ihr die These gründlich ad absurdum geführt, bei uns herrsche eine unerotische Atmosphäre. 

Alterserscheinungen

Jetzt sind zwei Garagen vom Efeu befreit,

doch kann ich mich kaum noch bewegen.
Und eigentlich tut’s um das Efeu mir leid,

obwohl es wohl gar nichts dagegen.

Je mehr ich es schneid, um so kräftiger treibt’s,

der Tag wird sicherlich kommen,

wo’s stärker als ich. Und Sieger dann  bleibt’s,

hat mir die Garagen genommen.

Heut Abend im Chor, beim Lockern der Glieder,

da spürt’ ich es wieder, das Alter ist da.

Zwar sang ich noch kräftig auch neuere Lieder.

Fragt nicht, wie oft ich zur Uhr dabei sah.

Und nun hock ich hier vor meinem PC

Und spür jeden einzelnen Knochen.

Ein Trost nur, der bleibt mir in all meinem Weh:

Brauch morgen zum Glück nicht zu kochen.

Meine Nina, samt Eltern, die sind ja noch fort,

im Urlaub, da unten in Spanien.

Noch gut eine Woche bleiben sie dort,

und ich gieß derweil die Geranien.

Doch Jammern und Klagen stell lieber ich ein,

sie nützen doch nichts, nicht die Bohne!

Jetzt stell ich die Zeilen hier eben noch rein,

dann ins Bett, wo ich richtig mich schone!          (9. Juni 2005)

Etude

Budenzauber liegt dir nicht,

Rauhes ist dir auch zuwider;

Unart raubt dir das Gesicht,

Nirgends lässt du froh dich nieder.

Ob sie plaudern, die Kollegen,
Lachen, scherzen oder so,

Unheil wähnst auf allen Wegen

Du, lach du doch auch mal froh!

Wo ob dunkler Phantasien

Im Charakter Wolken ziehen,

Geht der inn’re Drang zum Fliehen.

 

GEBURTSTAGSWUNSCH

AUF DEIN GANZ BESONDRES WIEGENFEST

LEUCHTEN MÖG TR OTZ KRIEG UND ANGST UND SORGEN

LIEBE, DIE IM ARM DICH HÄLT GANZ FEST,

EHRBAR SANFT DICH WECKT AN JEDEM MORGEN!

STATT VON DÜSTRER ZUKUNFTSANGST GEBANNT,

GEGENWÄRTGES GLÜCK GENIESSE,

UNNÜTZ GRÜBELN DEINE TÜR VERSCHLIESSE,

TIEF UND SICHER RUH IN GOTTES HAND!

ER SCHAUT GNÄDIG AUF DICH, UNVERWANDT.

 

Zum halben Jahrhundert

  Welkes Blatt  (eigene Zeichnung)

                                                                                 

Unmerklich fast,

Nur ganz, ganz sachte

Sinkt sommertags das

Erste Blatt;

Rot, gelb statt grün,

Eh man es dachte,

Mit Staub beladen,

Träg und matt.

Ob auch ein Blatt

Nicht alles spiegelt,

Ihm wesensähnlich sind

Auch wir.

Längst ist auch unser

Los besiegelt,

Es sind geliehn die

Stunden hier.

Gott geb in seiner Gnad

Und Güte

Tagtäglich uns

Ein froh Gemüte.

 

CARPE DIEM

Jeder Tag in deinem Leben,

Ob er dunkel oder licht,

Sollte dir zu denken geben:

Ewig währt dies Leben nicht.

Freude sollst du drum genießen,

Hier und heute, jederzeit.

Ist sie echt, so lässt sie sprießen

Nahezu Glückseligkeit.

Tausend Freudenknospen schmücken

Zart verwandelnd auch das Leid.

Eines musst du nur: Sie pflücken;

Nichtig wird dann Raum und Zeit.       

______________________________________________________

(rund 20 Monate nach seinem 60. Geburtstag starb J. Hintzen an verseuchten Blutkonserven)

 

Dankgedicht

Zum ungezählten Jahrestag des

traditionellen

Gneisenauschützenfestdienstagsessens

für unsere lieben Gastgeber

Manch alter Brauch ist heut im Schwange,

An dessen Anfang niemand denkt;

Rasch wird Gewohnheit, was schon lange

Tradiert und Wohlbehagen schenkt.

Hat etwas erst einmal Geschichte,

Ach ja, dann war’s halt immer so.

Und niemand drängt da auf Berichte,

Nur im Genießen ist man froh.

Das alles ist auch hier zu sagen,

Hat doch mein Fragen nichts erbracht

Als nur ein leichtes Unbehagen,

Nimmt man doch Jahre nicht in acht.

Sofern die Dinge prächtig laufen,

Je schöner, um so mehr trifft zu:

Ach, lasst uns fressen, singen, saufen,

Nur lass mit Fragen uns in Ruh!

So kann man das Geheimnis wahren,

So wie das Schicksal es wohl will.

Es bleibt nach ungezählten Jahren

Nur: Dank zu sagen, leis und still.                      (1987)

LXXXV

Hoch erscheint vielleicht die Zahl an Jahren,

Eigentlich bist du ein junger Spund;

Immer wieder durch die Gegend fahren,

Nur beschäftigt, rege und gesund.

Recht betrachtet, ist das selbstverständlich,

Ist dein Leben doch nur der Beweis:

Chormusik zu Gottes Lob und Preis

Hält am Leben uns, zwar nicht unendlich,

Aber

Lange, wenn es Gott gefällt.

Lässt ER seinen Segen auf uns ruhn,

Endet vor der Zeit in dieser Welt

Selbst das Kleinste nicht von unserm Tun.

Gegen Männer wie Metuschelach

Und auch Adam bist du nur ein Knabe.

Trau auf Gottes reiche Segensgabe:

Er hält deinen Geist noch lange wach.

 __________________________________________________________________________________________________  

(Unserem Chorleiter und Organisten an St. Jakobus, H. van Gansewinkel, zum 85. Geburtstag, der fast täglich „auf Achse“ war und sein ÖPNV-Ticket weidlich ausnutzte)

Silvestergruß

Alle Jahre wieder

Kommt der letzte Tag,

Lässt zurück uns schauen

Auf manch Freud und Plag.

Freilich ist die beste

Richtung für den Blick

Ohne Zweifel vorwärts,

In ein neu Geschick.

Nun, so lasst uns alles

        Nehmen, wie es kommt,

Sehen, dass es frommt!

Mit den besten Wünschen und herzlichem

Dank für die liebe Einladung — 31.12.93

 

Hoffnungsschimmer

Mancher Tag ist grau in Grau,

Andere sind gar noch schlimmer:

Regen, Kälte, alles mau

In Gemüt und Klassenzimmer.

O, und dann strahlt diese Frau:

Nichts als warmer Hoffnungsschimmer!

 

(Text auf einem Zettelchen für die - sehr junge - Sekretärin)

 

Ruhestand?

In der Regel gilt für unser Leben:

Nach getaner Arbeit ist gut Ruhn.

Geht’s zur Ruh jedoch mit Widerstreben,

Eignet besser sich das Wort: Was nun?

Hat das Leben nicht an Wert verloren,

Endet mit der Pflicht nicht auch der

Sinn?

Solche Fragen stellen echte Toren,

Esel, die nur dösen vor sich hin.

Zeigt sich die Muße erst

Unbegrenzt offen,

Musst du dich stürzen

Ganz mutig hinein,

Endlich vom

Leben das Beste erhoffen,

Eins nur noch mehr mit den Musen zu sein.

Immer mög dich ihre Leichtigkeit tragen,

Tausende Wochen lang nichts dir versagen!

Zum Abschied

Kaum hast du dich eingelebt,

Ach, schickt man dich aus dem Ringe.

Rasch zerbricht, was frisch geklebt,

Löst zu zeitig man die Zwinge.

Uns im

Locus hundertvier

Rührt dein Weggehn im Gedärme.

Ist doch solch ein Klopapier¹

Chlorgas für die

Herzenswärme.

Andre

Fanden deine Art

Für das Amt hier wohl zu schade.

Lass die Typen ohne Bart

Es nur meinen;

Reiche Gnade

Brauchen die ja so wie so...

Also solltest du dir denken:

Chancen gibt’s auch anderswo —

Herr, du wirst mich richtig lenken.

Mit den besten Wünschen der Kolleg(inn)en

deiner bisherigen Schule — besonders der 104er

(¹ = Versetzungsurkunde)

Dank an einen Menschenfreund

Mit Mut und

Überzeugungskraft

Lässt du zeit deines

Lebens strahlen:

Ein Menschenbild, das Hoffnung schafft,

Real vertrauend Idealen.

Als Vorbild,

Lang mir unbewusst,

Bist du ein

Eckstein meines Lebens.

Regt sich dein Bild in meiner Brust,

Tu manchen Schritt ich nicht vergebens.

  

Mit herzlichen Glückwünschen anlässlich deiner

70-jährigen Mitgliedschaft in der IG-Metall 1989

 

Die Dichterin

Sie schreibt

Aus dem

Bauch,

In zeitloser

Nähe zur

Erinnerung,

Perfekte

Rilkin

Im Geist, und

Lotet das Geheimnis unter der

Oberfläche

Punkt um Punkt aus.

(November 2000)

 

 

Glückwunsch

Freude fülle Eure Seelen

Über das, was endlich

Reif.

Eurer Ehe soll nicht fehlen

Dauerhafte Liebe live.

Immer wenn des Alltags Tücken

Trickreich Euch zu schaden drohn,

Helf Euch das Zusammenrücken;

Oft – zum Glück – genügt das schon.

Ratsam ist jedoch noch mehr,

Stets den Partner hoch zu achten,

Treu zu

Ehren – fällt’s auch schwer –

Nie als Sklaven zu betrachten.

Mit den besten Glück- und Segenswünschen

im Namen des Kirchenchors St. Jakobus d.Ä.

               Jüchen, am 17. August 2002

 

Abschied im Advent

Wo wird der „Gneisenau“, wie ihm zu gönnen,

In solchem

Rahmen künftig feiern können?

Die beiden, die seit Jahren im

Advent

Nicht

Kosten und nicht manche Mühe scheuten,

Erlauben sich, zum Ruhestand zu läuten.

Nur gut, dass man die Folgen jetzt schon kennt.

Die Tradition

In diesem tollen Bau

Reißt unvermittelt ab. Was kommt, bleibt grau.

Lasst uns jedoch

In Trübsal nicht verfallen!

Es findet sich vielleicht ein Ausweg noch,

Bestimmt nicht nur ein kümmerliches Loch;

Es muss ja auch den lieben Gattinnen gefallen.

Jetzt noch im Ernst zu fragen sich zu trauen,

Ob ohne oder mit den Ehefrauen,

Unmöglich ist’s

Nach all den vielen Jahren,

Die wir bei unsern Schiffers Gäste waren.

Darum gilt diesen beiden unser Dank,

In

Relation ein wenig auch der Bank.

Lasst uns bewusst

In diesem letzten Jahr

Erinnern uns der vielen schönen Feste!

Behalten wollen wir davon das Beste.

Es bleibt im

Rückblick einfach wunderbar.

Heut ist der Abschluss

Einer guten Zeit.

Lasst uns darum

Mit Dankbarkeit

Und tiefster Seele einmal noch genießen,

Total entspannt, und keine Träne drum vergießen!

Jüchen, am 16. Dezember 2000

Mit dem Dank des Schützenzugs „Gneisenau“

Sonett

auf den 60. Geburtstag

Fachmann, Kenner, alter Meister,

Überall bist du gefragt,

Ruhelos als Hilfeleister,

Bis sich deine Frau beklagt.

Ringsherum sie dich erwarten,

Und die Kette reißt nicht ab.

Noch die Hühner und der Garten...

O, wie hält man dich auf Trab!

Tag für Tag jedoch zu wühlen

Hält das stärkste Pferd nicht aus.

Immer öfter wirst du fühlen:

Vorteilhafter wär’s zu Haus.

Endlich winkt mit diesem Tage:

Schluss und Aus der Arbeitsplage!

Dir,

lieber Bruno,

alles Gute für die herannahende Zeit

des (Un-)Ruhestandes

und die (hoffentlich) nicht zu lange Zeit

bis dahin.

Jüchen, am 14. Juli 2001

 

 

Erste Bilanz nach Ninas Heimkehr

Weshalb hat bei der Rückkehr sie mich so gedrückt,

wo sie beim Abschied mir doch kaum die Hand gegeben?

Wie restlos auch ihr strahlend Lächeln mich entzückt,

zu rätselhaft ist dennoch solch ein kleines Leben.

Fast hätte sie ein „Haustier“ mir gar mitgebracht:

In Frankreich, auf des Heimwegs etwa halber Strecke,

blieb es – dank Mamas Veto – doch bei „Gute Nacht“

und liebevollem Streicheln einer großen ... Schnecke!

Doch heute war der ganze Tag mit ihr nur schön...

Zwei Stunden haben unsre Lieder wir gesungen.

Dass ich am Abend dann zum Chor noch musste gehn,

hat schließlich – leider – ihr ein Tränchen abgezwungen.

 

Jahrgang 1943

Reif und reifer rundet sich von Jahr zu Jahr

Echter Spitzenwein.

Nur der wahre Kenner merkt es zwar;

Aber das muss sein.

Tropfenweise schon beglückt den weisen Zecher

Edelstes Gewächs in seinem Becher.

Zum Geburtstag

Freude hat dein Brief bereits geweckt:

Überaus gelungen war das Schreiben.

Richtig toll, was alles in dir steckt!

Hui, wie könnt’ man da zu Hause bleiben!

Anstoß an der Scheune ist nicht drin,

Nur wer nicht normal ist wäre sauer.

Nein, wir wollen heut mit frohem Sinn

Einmal sehen, wie es wird beim Bauer.

Lass dich heute Abend kühn besingen,

Ob es draußen regnet oder schneit!

Reiche Ernte mög des Lebens Herbst dir bringen,

Echtes Glück halt’ er für dich bereit!

Als Antwort auf die Einladung zu einer Geburtstagsfeier in einer Scheune.

 

Geschäftsbrief

Hat man so was je erlebt?

Ach, man glaubt es kaum.

Nur wer stets in Wolken schwebt,

Nimmt es nicht als Traum:

Echt, ein Weckmann, riesengroß...

Nein, da war vielleicht was los!

Sonst ist unser Lehrerzimmer

Eigentlich ganz nüchtern

Immer.

Diesmal

Aber sah man nichts von Paukerlaunen,

Nur stattdessen viele große

Kinder staunen.

Mit dem allerherzlichsten Dank des Lehrerkollegiums am Franz-Meyers-Gymnasium für die bestens gelungene Überraschung. Das war Spitze – in Qualität wie Quantität. Nur weiter so!

 

Weinforth

(Akrostisches Sonett)

Fürwahr,

Recht deutlich stand es schon

In seines Namens letztem Teile:

Er strebte fort, er war in Eile,

Die Schule Durchgangsstation.

Heut endet hier sein Zwischenspiel;

Er geht hinweg, aus diesen Hallen,

Lässt seine Stimme sonst wo schallen.

Mög’ er erreichen, was sein Ziel!

Wir scheinen recht im Pech zu stecken:

Er

Ist der erste nicht, der flieht.

Nur ganz, ganz

Furchtbar alte Recken,

O, unter-

Richten hier Latein.

Träumt jemand noch von höher’n Weih’n,

Hinweg im Fluge es ihn zieht.

Auf einen Kollegen, der die Schule verließ, um eine andere berufliche Laufbahn einzuschlagen.

Auf die 56

Ja, wer so

Oft schon Acht gehabt,

Schier siebenmal ganz glatt,

Erkennt Gefahren auch bei Nacht;

Fällt selten nur vom Rad.

Heut

Ist für dich der Tag erreicht,

Nun sei zum

Test bereit.

Zeigt sich dabei,

Es ist ganz leicht:

Naht die Vollkommenheit.

 

Josef Hintzen hat leider die 8 x 8 nicht mehr erreicht.

 

Zum Abschied von unserem...

Jeden Schüler und Kollegen –

Ohne Scherz – sogar den Boss

Sollt’ sein Vorbild tief bewegen:

Er saß nie auf hohem Ross.

Freundlich, fleißig und bescheiden,

Regt’ er Kopf und Hände hier;

Ihn Entbehren, das heißt Leiden.

X-mal Danke sagen wir.

An unser Sekretariat

Mit Listen, Tipp-Ex, Zahlen

            Und Papier,

An Pflichten reich, jedoch auf engstem

            Raume,

Regiert mit

            Sonnigem Gemüte ihr

In diesem Loch,

            Und nicht einmal im Traume

Obliegt ihr dabei

            Lähmend trübem Sinnen.

Nein, Heiterkeit für

            Alle sprüht hier drinnen!

 

Nina und der Mittagsschlaf

Vor Monaten konnte sie Mittags noch schlafen

und dabei verzichten aufs Zählen von Schafen.

Sie legte sich nieder

und schloss ihre Lider:

Ihr Schiffchen lief ein in der Dämmerung Hafen.

Inzwischen, da hat sich das gründlich gewandelt.

Jetzt wird jeden Mittag erst kräftig verhandelt.

Denn müd’ ist sie nie,

nur rege, und wie!

Verabscheut den Schlaf, der den Tag ihr verschandelt.

Der Opa, die Oma, die hätten’s zwar gerne.

Des Wunsches Erfüllung liegt weit in der Ferne.

Und legt sie sich hin,

dann kreist schon ihr Sinn

um ganz etwas andres als Träume und Sterne.

Und wenn dann der Opa, vom Schlaf übermannt,

mal einnickt, dann kommt sie mit sicherer Hand,

reißt hoch ihm die Lider,

tut’s Not, immer wieder.

Und „Schlafmütze“, „Schlafmonster“ wird er genannt.

So ist dann der winzige Quälgeist am Werke,

dass Opa nur ja seine Schwäche bemerke.

Doch Opaschlafs Dieb

Hat sicher ihn lieb,

wie er sie ja auch, das macht aus beider Stärke.

Friedhelm Schmitz, 29. Jun. 2005

Lärmschutz

Für Nina ist der Paps nicht klein

und auch ein sanfter Klaps nicht Pein.

Doch dann wird richtig brav mein Schatz,

macht nebenan ein Schaf Rabatz.

Da Lautes sie nicht mag erleiden,

sucht sie’s durch Dämmbelag zu meiden.

Dann nimmt sie ihre warmen Händchen,

zu bilden gegen Harm ein Wändchen,

und hält sich zu die beiden Ohren,

dass nicht hinein sich Leiden bohren.

So sichert sich mein Kind die Ruh;

das schaffen weder Rind noch Kuh.

Der Opa ist da besser dran,

denn vor des Lärmes Stress und Bann

schützt den der Ohrenkraft Versagen.

Die packt des Lärmes Saft beim Kragen,

und lässt ihn einen Teil nur hören.

Das sei gewiss sein Heil, betören

den Mann die eignen Wahngedanken.

Ein Schreck nur bringt die dann ins Wanken...

Hm...

 

Umgekehrte Rollen

Als heute der Opa geschaut nach dem Essen,

da hat er – ganz klar – nicht im Sessel gesessen.

            So nahm doch sein Schatz

            alsbald darin Platz,

wie’s vorkommen kann schon bei solchen Prozessen.

Im Wohnzimmer saß sie, von Spannung erregt:

Was tut er wohl, wenn jetzt sein Sessel belegt?

            Er tat gar nicht viel,

            er spielte ein Spiel,

tat einfach was Nina zu tun immer pflegt.

Jetzt war sie der Opa, und er war das Kind.

Sie hatte den Wechsel begriffen geschwind.

            Und auf ging der Riegel:

            Sie ward ihm zum Spiegel.

Wie scharf als Beobachter Kinder doch sind!

 

Wende oder Wählerseufzer

Die Zeitung titelt „Kanzlers Ende“,

weil bald bevorsteht eine Wende? —

Es sieht so aus.

Doch welch ein Graus,

wenn meine Stimme ich verschwende...

für nichts und nichts und wieder nichts.

Wer kein Versprechen hält, der bricht’s.

Das ist der Trick

der Politik.

Wen kratzt schon Wahrung des Gesichts!     2. Juli 2005

 

 

Meine Tour de France

Jetzt seh’ ich wieder Tour de France,

ich alter Großpapa,

und träum’ von Frankreichs élégance,

genieße Lierhaus Monika

und Schlösser der Provence.

Und auch ein Herbert Watterott

gehört für mich dazu.

Es schwelgt schon bald mein satter Spott

— recht boshaft ist, was ich da tu —

mein „Sprachausstattergott“!

Die Fahrt gilt als die Tour der Leiden

Für and’re, nicht für mich.

Ich sitz’ gemütlich und bescheiden,

und auch mein Kaffee auf dem Tisch

ist immer wieder frisch.                                      4. Juli 2005

 

 

       Schluss mit Wiegen!

Ursprünglich als Mundartlied (zu einem vierstimmigen Satz von Gregor M. Heidel für gemischten Chor) geschrieben, hier in hochdeutscher Übertragung

          

                Der Mensch, der übersieht zumeist,

            wie um die Rippen er wird feist,

            und hält sich nur am Fressen.

            Will mit Verzicht er's mal angehn,

            das Essen einmal lassen stehn,

            hat er das bald vergessen.

            Weil alles, was der Mensch so treibt,

            nur selten ohne Folgen bleibt,

            tut die Figur es füllen.

            Und dieser dicke Rettungsring

            ist ein besonders fieses Ding.

            Er quillt aus allen Hüllen.

            Da bietet sich die Fastenzeit,

            damit ist es nun bald so weit,

            das Essen einzuschränken.

            Wer aber damit nichts im Sinn

            und meint: "Ich bleib so, wie ich bin.",

            dem kann man's nicht verdenken.

            Denn wär'n wir alle nichts als dürr

            mit Beinen wie ein Krabbeltier,

            das wär doch ganz erbärmlich.

            Darum vergesst nur unser Lied

            und stopft hinein und schluckt und zieht,

            dann wirkt ihr auch nicht ärmlich.

 

 

Posten, Posten, Posten...

Noch ehe die Neuwahlen an sind gesetzt,

da wird sich schon heftig um Posten gefetzt.

Der bay’rische Innenminister bestreitet

dem lustigen Guido, dass dieser beschreitet

den Weg zum entsprechenden Sessel beim Bund.

Ein Guido in solchem Amt sei nicht gesund.

Dort säh’ er stattdessen den Bosbach viel lieber,

und deshalb schon jetzt viel Gemauschel betrieb er.

Entsprechendes läuft auch ums Auswärt’ge Amt.

Ein Kleinkrieg der Kleinen¹ ist heftigst entflammt.

Noch weiß man ja nicht, wie sich Stoiber entscheidet...

Dem Wähler wird jetzt schon das Wählen verleidet.

Wie’s ausgeht, das ist zwar noch lange nicht klar.

Doch eine Geschichte, die bleibt nun mal wahr:

— und daran erinnert Max Stadler² zu Recht —

Zu zeitig ums Bärenfell Streiten ist schlecht!

¹ CSU und FDP

² FDP

 Zu Margarete van Ackerens Artikel „CSU und FDP streiten schon um Posten“ als Aufmacher der „Rheinischen Post“ vom 7. Juli 2005.  

 

Ninas Zeit in Mamas Bauch

Heut’ hat meine Nina ausführlich berichtet,

in Mamas Bauch hab’ auf fast nichts sie verzichtet.

Auch sei sie gewesen da gar nicht allein,

sie seien gewesen – man glaubt’s kaum – zu drei’n!

Zwei sehr nette Monster sei’n auch da gewesen,

nur leider kein Buch, in dem was zu lesen...

Die Monster, die hätten zwar etwas geschielt,

doch dafür ganz lieb mit ihr Fangen gespielt.

Nur irgendwann sei’s ihr geworden zu eng.

Drum hab’ sie versucht, wie heraus sie sich zwäng’.

Als dann sie gehört, wie der Papa gesprochen,

da sei sie ganz einfach heraus mal gekrochen...

Der Schlussreim hätte angesichts Papas regionaler Herkunft auch "gebabbelt/gekrabbelt" lauten können. Aber leider spricht er immer hochdeutsch (wenn überhaupt).

 

Zu den Anschlägen in London (7. Juli 2005)

Dies ist einmal wieder die Zeit der Experten,

wenn klug und beredt sie die Geltung erhärten,

die ihnen verleiht ein Ereignis wie heute.

Gejagt von der Meute der Medienleute,

stell’n sie sich den Fragen, um manches zu sagen,

was echt überrascht nur, die selbst sich nichts fragen.

Das Publikum fühlt sich bisweilen vernascht,

wenn beiläufig es da so manches erhascht,

was eigentlich klar, weil’s schon immer so war.

Doch aus dem Expertenmund klingt es fürwahr

auf einmal ganz wichtig und sicher auch richtig,

nur als Offenbarung ist meistens es nichtig.

Was schlimm ist, ist sicher das Schicksal der Toten,

auch das der Verletzten, und deshalb geboten,

an diese zu denken und die, die verloren

ein liebendes Herz durch den Wahnsinn von Toren.

 

Schleifer Schur

„Schöne Scheiße!“, schimpfte Schur,

„schlechte Schützen schießen stur

schändlich schwache scharfe Schüsse,

schöne schwache Scheibenschnitzer!“

Schaut, schon schüttet’s Strafbeschlüsse!

Schur schleift scharf, schier Schädelschlitzer.

Schaufeln Schützen ständig Schnee,

schafft schon Schur stets „Schleiferweh“.

Das Gedicht ist ein Tautogramm, d. h. jedes Wort beginnt mit demselben Buchstaben (hier einem S, genauer allerdings dem Sch-Laut). Es handelt sich um ein Experiment, zu dem ich von Klopfstock angeregt worden bin.

 

 

Das Spieltelefon

Heut’ hat sie mit Willi mal telefoniert,

doch Willi ist nur ein Kaninchen...

Und das lebt weit weg, bloß an Kohl int’ressiert.

Ein Spielchen nur spielte mein Ninchen.

Benutzt hat sie dazu ihr Spieltelefon,

das reicht nicht zum Telefonieren.

Das meint zwar der Opa, für Nina reicht’s schon,

zum Beispiel zum Reden mit Tieren.

So staunt dann der Opa, der heimlich gelauscht,

die Ohren gespitzt wie ein Kater;

und hat am Gehörten sich einfach berauscht,

dem herrlichsten Kindertheater!                                 16.07.2005

Qualmschwaden

(Tautographisches Elfchen auf Q)

Qualm

quält quicklebendig

quasselnde Quatschrunde qualvoll.

Quersumme quetscht qua Quotient...?

Quark!                                                                           16.07.2005

 

Schlussstrophe

... und wieder geht mein Blick zur Uhr.

Wohin sind all die Stunden nur,

die ich dem Schlaf schon abgezwackt?

Was ich da tu, ist schon vertrackt.

Der „Leichnam“ möchte endlich Ruh!

Drum mach ich „Mein kV“ jetzt zu.                              17.07.2005

 

 

          

 

  

 

 

 

 

 

 

 

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